HEILEMANN STERNMOTOREN
Feinmechanik in Perfektion - handmade in Germany
  • 180ccm SM
  • 350ccm SM
  • 700ccm SM
  • 1. Generation | 9-Zylinder 180 ccm
  • 2. Generation | 9-Zylinder 350 ccm
  • 3. Generation | 18-Zylinder Doppelstern 700 ccm
 

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Wartung und Pflege

... ein paar kurze Worte zur Pflege

Nach jedem Flugtag reinige ich meinen Sternmotor mit vollsynthetischem säure- und harzfreiem Sprühöl, z.B. WD-40 oder Rivolta. Das Öl unterwandert genial den Schmutz und konserviert die Teile gegen neue Verschmutzung, besonders im Bereich der Kipphebel und Ventilfedern.

Das Auslassventil ist durch die Verlustschmierung der Ventile besonders schmutzig. Putzen Sie dort ohne Öl, denn sonst reiben sie die Verschmutzung ein und bekommen es auf Dauer nicht mehr sauber. Meine Motoren sehen nach jahrelangem Einsatz fast noch so aus wie am ersten Tag.


... ein paar kurze Worte zur Wartung

Während der Flugsaison überprüfe ich ca. 2-3 mal das Ventilspiel, um einen kraftvollen und runden Lauf zu gewährleisten. Bei unserem 18-Zylinder Sternmotor mit sage und schreibe 36 Ventilen, ist das schon eine Herausforderung und benötigt schnell mal einen Nachmittag.

Zudem schmiere ich die Ein- und Auslassventile sowie die Kipphebelwelle ca. alle 1 bis 2 Laufstunden mit hitzebeständigem Hybrid-Spray. Unterlässt man dies, kann es passieren, dass das Auslassventil mit der Zeit in der Ventiltasse festsitzt und nicht mehr sauber schließt. Dieses arbeitet im heißen Abgasstrahl und weist somit eine schlechte Schmierung auf. Dadurch treten sehr oft folgende Probleme auf: Ausfall des Zylinder, schlechtes Starten und unruhiger Lauf.


Die Stößelstangen werden an den Kugeln ca. alle 5 Laufstunden mit Molikotefett neu abgeschmiert. Dies verringert die Reibung auf ein Minimum. In das Nockengehäuse kommt ca. alle 10 Laufstunden eine Auffrischung des Nockenfetts.

Dazu entnehme ich einen Stößel und fülle mit einer Spritze ca. 2 ml Nockenfett nach. Das ist ausreichend für die nächsten 10 Stunden. Es verringert auch hier die Reibung. Das komplette Nockenfett tausche ich erst nach ca. 60 Laufstunden aus.


Am Ende der Flugsaison bekommen die Stößel im Nockengehäuse, eine Sonderbehandlung.

Nach herausnehmen der Stößelstangen, werden die Stößel gezogen. Die Kontaktstelle des Stößel, die die Nocke berührt, wird auf Hochglanz poliert. Es verringert den Abrieb. Vor dem Einbau werden dann die Stößel noch in Hybrid-Schmiermittel getaucht. Somit wird die Reibung in der Stößeldurchführung minimiert.
Danach werden die Stößelstangen wieder eingesetzt und das Ventilspiel neu eingestellt !


Die Elektro-Anlasser an meinen Motoren laufen absolut wartungsfrei. Die Anlasserwelle ist in Lagerbronze gelagert und mit einem Simmerring abgedichtet.

Auch an der Überlastkupplung ist keine Wartung notwendig. Die Planetengetriebe haben eine gekapselte Schmierung, welche auf Lebzeit wartungsfrei sind.


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Nach einer gründlichen Sichtprüfung ob wirklich alles dicht und nichts gerissen ist, kann die nächste Flugsaison beginnen.

Die regelmäßige Wartung und Pflege zahlt sich über die Jahre aus. Wir halten es so und fliegen unsere Motoren seit 15 Jahren ohne Störungen und Ausfälle in unserer Boeing Stearman PT 17.


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